Sommerpause als Selbstständige: So machst Du Deine Website startklar für Deine Auszeit

Yeah, ab in den Urlaub! So machst Du Deine Website startklar für die Sommerpause, damit Blog, Newsletter und Verkäufe auch in Deiner Abwesenheit weiterlaufen.

Sommer, Sonne, Eiskaffee – und das Handy mal bewusst weiter weglegen: Der Sommer ist die Zeit, in der Du als Soloselbstständige endlich so richtig abschalten kannst und willst. Aber was passiert eigentlich mit Deiner Website, während Du in Sommerpause gehst?

Die gute Nachricht vorweg: Deine Seite kann im Sommer problemlos weiterarbeiten, auch wenn Du gerade die Zehen in den Sand steckst. Sie beantwortet zwar keine Kund:innenmails und schreibt auch keine Angebote, aber sie kann Blogartikel ausspielen, neue Newsletterkontakte einsammeln und Deine Produkte verkaufen, ganz ohne dass Du dafür den Laptop aufklappst.

Und damit das reibungslos läuft, braucht es kein kompliziertes Techniksetup, sondern nur ein paar kluge Vorbereitungen. Was genau, gehe ich hier der Reihe nach durch 😊

Inhalt

Erst mal Butter bei die Fische: Wie sehr willst Du überhaupt weg sein?

Bevor wir uns in Einstellungen und Plugins stürzen, lohnt sich eine ehrliche Grundsatzfrage: Wie sehr willst Du eigentlich abtauchen?

Läuft im Hintergrund alles einfach weiter, als wärst Du da, nur eben mit etwas Verzögerung bei persönlichen Antworten? Fährst Du sichtbar auf Sparflamme und sagst das auch offen? Oder machst Du Deine Auszeit sogar bewusst zum Thema und zeigst, dass gute Selbstständigkeit auch mal Pause bedeutet?

Diese eine Entscheidung bestimmt alles Weitere, denn danach richtet sich, wie viel Du kommunizierst und was Du automatisierst.

Und keine Sorge: Klare Ansagen sind kein Makel – ganz im Gegenteil: Wer weiß, dass Du erst ab einem bestimmten Datum wieder antwortest, wartet gern, statt genervt abzuspringen. Erwartungen, die Du selbst steuerst, sind immer angenehmer als Enttäuschungen, die entstehen, weil jemand vergeblich auf Deine Antwort wartet.

Dein Blog: Deine Urlaubsvertretung

Wenn Du regelmäßig bloggst, kann eine Website, auf der wochenlang nichts passiert, schnell wie ein Laden mit heruntergelassenem Rollladen wirken. Das muss nicht sein, denn WordPress bietet eine praktische Terminierungsfunktion.

Du schreibst Deine Artikel vor, legst ein Veröffentlichungsdatum fest und lehnst Dich zurück. Deine Beiträge erscheinen dann automatisch, pünktlich, ganz ohne Dich. Ich empfehle Dir generell, Dir einen kleinen Vorrat an Blogartikeln anzulegen, so dass Du nie in die Bredouille kommst – und auch bei einer spontanen Urlaubsverlängerung entspannt bleiben kannst und nicht plötzlich vom Strand aus tippen musst.

Du musst dafür übrigens auch nicht alles neu schreiben. Nimm Dir ein paar Deiner zeitlosen Artikel vor, die sowieso gut laufen, und frische sie auf. Ein aktualisierter Evergreen ist schneller fertig als ein Text von null und bringt Dir trotzdem frischen Wind.

Ein letzter Blick lohnt sich noch: Schau, ob Deine geplanten Artikel auch schön intern auf Dein(e) Freebie(s) verlinken. So sammeln sie auch in Deiner Abwesenheit fleißig neue Abonnent:innen ein.

Freebies to go: Deine Downloads laufen von allein

Wo wir gerade beim Thema sind: Auch in Deiner Abwesenheit sollen neue Newsletterkontakte reinkommen. Dein Freebie, also das kostenlose Goodie, das Du im Tausch gegen eine eMailadresse rausgibst, ist im Sommer nur so gut wie seine Automatik.

Die wichtigste Regel lautet deshalb: Die Auslieferung muss vollautomatisch laufen und darf niemals an Deinem manuellen Klick hängen. Wenn Du im Urlaub jeden Download selbst versenden müsstest, wäre der Erholungseffekt schnell dahin.

Teste den kompletten Weg am besten einmal selbst durch, so wie es auch Deine Interessent:innen tun: Eintragung ins Formular, die Bestätigung per eMail (das sogenannte Double-Opt-in), und schließlich die eMail mit dem Download. Ein einziger toter Link kostet Dich sonst im Urlaub wochenlang neue Kontakte, ohne dass Du es merkst.

Und wenn Du schon dabei bist: Eine automatische Willkommensserie ist im Sommer Gold wert. Sie begrüßt neue Leute, stellt Dich vor und führt sie sanft an Deine Angebote heran, während Du ganz woanders bist. Für Deinen regulären Newsletter kannst Du dann entscheiden, ob Du ihn ehrlich pausierst oder ein paar Ausgaben vorproduzierst und terminierst. Beides ist okay, Hauptsache, es passt zu Deiner Sommerentscheidung von weiter oben.

Kurz Bescheid geben: Ich bin dann mal weg

Damit sich niemand fragt, warum es plötzlich still ist, gibst Du an Deinen Kontaktpunkten kurz Bescheid. Das ist weniger Aufwand, als es klingt, und macht einen enorm professionellen Eindruck.

Mehr dazu in meinem Beitrag: Urlaub machen als Selbstständige:r – so geht Abschalten ohne schlechtes Gewissen

Für alle anderen: Ein dezenter Hinweis auf Deiner Website reicht schon, um zu zeigen, ab wann Du wieder erreichbar bist. Ergänzend richtest Du eine automatische Bestätigung in Deinem Kontaktformular oder eine entsprechende Info auf der Dankesseite ein, damit niemand das Gefühl hat, ins Leere geschrieben zu haben.

Dazu kommt Deine eMailabwesenheitsnotiz, die ruhig zu Deinem Ton passen (eine Vorlage fidenst Du im verlinkten Artikel oben) und gleich noch charmant auf ein Freebie verweisen darf. Und falls Du Termine anbietest, blockierst Du Deinen Kalender oder pausierst die Verfügbarkeit, damit Dir niemand mitten in die Auszeit bucht.

Verkaufen von der Sonnenliege aus

Abschalten heißt nicht automatisch, dass auch Dein Umsatz Pause machen muss. Digitale Produkte, Kurse oder Downloads dürfen weiter verkaufen, solange der komplette Funnel inklusive automatischer Auslieferung ohne Dich funktioniert. Wenn jemand um Mitternacht Deinen Selbstlernkurs kauft und ihn sofort ausgeliefert bekommt, hast Du im Grunde von der Sonnenliege aus verkauft.

Anders sieht es bei allem aus, was Fristen, Livetermine oder einen persönlichen Start braucht. Solche Angebote pausierst Du lieber oder setzt sie auf eine Warteliste. Das hat sogar einen angenehmen Nebeneffekt: Du sammelst Interessent:innen ein und startest nach dem Urlaub mit ordentlich Schwung, statt bei null zu beginnen.

Damit hinter den Kulissen nichts anbrennt

Bleibt noch die Technik, und die soll im Hintergrund einfach zuverlässig laufen. Der wichtigste Punkt sind automatische, geprüfte Backups. Verlass Dich nicht auf einen manuellen Klick, den im Ernstfall niemand macht.

Und überlege außerdem, wie Du es mit Updates in Deiner Abwesenheit hältst. Manche lassen Plugin- und Themeupdates im Urlaub automatisch laufen, andere frieren sie lieber für die Abwesenheit ein, damit kein Konflikt entsteht, den gerade niemand bemerkt und behebt.

Beides ist vertretbar, wichtig ist nur, dass Du bewusst entscheidest. Sinnvoll ist zusätzlich ein digitaler Wächter (Uptime-Monitoring), der Dich oder eine Vertretung benachrichtigt, wenn Deine Seite ausfällt. Und lege am besten eine Notfallkontaktperson fest, etwa eine Agentur oder eine technisch versierte Vertretung, die im Zweifel eingreifen kann, während Du unerreichbar bist.

Kurz noch der „Papierkram“ (sorry, muss sein)

Ganz ohne Pflicht geht auch die Kür nicht; die ist aber schnell erledigt. Wirf einen Blick auf Impressum und Datenschutzerklärung und prüfe, ob beides noch aktuell ist, gerade wenn im Zuge Deiner Sommervorbereitungen neue Tools dazugekommen sind.

Und kontrolliere einmal kurz, ob Dein Cookie-Banner sauber funktioniert. Dann läuft auch rechtlich alles rund, während Du weg bist.

Extra für Elementor-Nutzer:innen: Deine Werkzeuge für die Sommerpause

Wenn Du auf Deiner Website Elementor Pro im Einsatz hast, hast Du für Deine Urlaubsvorbereitung ein paar besonders praktische Helfer an Bord. Deshalb hier der eigene Elementor Werkzeugkasten:

  • Mit dem Popup Builder kannst Du Deinen Abwesenheitshinweis als Popup oder als Infoleiste einblenden. Über die Display Conditions legst Du genau fest, wo auf der Seite er erscheinen soll.
  • Beim Formular Widget richtest Du eine zweite eMail ein, die sogenannte Email 2, als automatische Eingangsbestätigung an die Absender:innen. Dort teilst Du ihnen gleich mit, ab wann Du antwortest.
  • Prüfe unbedingt, ob die Verbindung Deines Formulars zu Deinem Newslettertool noch sauber steht. Nur so landen neue Kontakte in Deiner Abwesenheit automatisch in der Willkommensserie, statt in einem Postfach zu versanden.
  • Über den Theme Builder kannst Du einen temporären Hinweisbalken in Header oder Footer einbauen, der auf allen Seiten mitläuft, ohne dass Du jede Seite einzeln anfassen musst.
  • Für Dein Freebie lohnt sich eine eigenständige Landingpage, die technisch komplett autark funktioniert, also mit Formular, Auslieferung und Weiterleitung auf eine Dankeseite, damit sie ganz ohne Dein Zutun konvertiert.
  • Den Maintenance Mode solltest Du zwar kennen, im Urlaub aber besser nicht nutzen. Für eine reine Abwesenheit willst Du Deine Seite weiterhin sichtbar und auffindbar halten, nicht komplett vor Zugriff sperren.

Wie Du diese Infos übrigens zeitabhängig anzeigen lassen kannst, zeige ich Dir hier im Video „Wie Du mit zeitabhängiger Sichtbarkeit Inhalte auf Deiner Website automatisiert anzeigen oder ausblenden lassen kannst“.

Und jetzt: Genieß Deine Auszeit und vergiss nicht die Sonnencreme

Wenn all das einmal steht, kannst Du wirklich abschalten. Deine Website spielt brav Deine Blogartikel aus, sammelt neue Kontakte ein und verkauft im Hintergrund weiter, während Du das machst, wofür der Sommer eigentlich da ist. Mit ein bisschen Vorbereitung machst Du Dir nicht mehr Arbeit, sondern sorgst für mehr Ruhe im Kopf – und das hast Du Dir echt verdient 😁

Und falls Du beim Lesen gemerkt hast, dass Dir für den technischen Teil einfach die Zeit oder die Lust fehlt: Ich biete auch Website Maintenance an und kümmere mich um diese langweiligen Dinge wie Backups, Updates, Sicherheit und den ganzen Kram, der im Hintergrund zuverlässig laufen muss, damit Du entspannt in den Urlaub gehen kannst.

Wenn Du wissen willst, wie das konkret aussehen kann, dann lass uns doch einfach mal in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch quatschen. Und jetzt: Sonnencreme einpacken und Urlaub genießen!

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