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AI Slop

Das Internet hat schon immer viel Müll produziert, aber seitdem alle KI nutzen, hat das eine neue Qualität (haha, eben nicht), eher eine ganz neue Dimension bekommen.

AI Slop bezeichnet Inhalte, die erkennbar durch künstliche Intelligenz generiert wurden, inhaltlich nicht viel Substanz haben und trotzdem überall auftauchen. 

Beispiele, die Dir vermutlich schon begegnet sind: 

Es ist nicht A — es ist B

  • Es geht nicht um Produktivität — es geht um Wirkung.
  • Das ist keine Strategie — das ist eine Entscheidung.
  • Es ist nicht Scheitern — es ist Lernen.
  • Das ist kein Job — das ist eine Berufung.

Warme Worte ohne Inhalt

  • „Am Ende des Tages zählt, was wirklich zählt.“
  • „Wachstum beginnt dort, wo die Komfortzone endet.“
  • „Die besten Entscheidungen triffst Du, wenn Du aufhörst, Entscheidungen zu vermeiden.“
  • „Erfolg ist kein Zufall. Er ist eine Haltung.“

Der LinkedIn-Absatzstil (inklusive kurzer Sätze und Absätzen dazwischen)

Ich habe vor drei Jahren alles aufgegeben.

Meinen Job. Meine Sicherheit. Mein Gehalt. ( ← Anm. d. Red. Auch ein Zeichen für AI Slop: Die heilige Dreifaltigkeit: A. B. C.)

Alle haben gesagt, ich bin verrückt.

Heute weiß ich: Sie hatten recht.

Und trotzdem war es die beste Entscheidung meines Lebens.

Hier sind die fünf Lektionen, die ich dabei gelernt habe.

Pseudotiefe mit Geviertstrich

  • Erfolg — was bedeutet das eigentlich?
  • KI verändert alles — oder doch nicht?
  • Führung ist kein Titel — es ist eine Entscheidung.

Der Gedankenstrich (auch Halbgeviertstrich genannt) ist ein Standard im Deutschen für Einschübe, Unterbrechungen, Strecken oder Zeitspannen. Dank dem übermäßigen Einsatz in ChatGPT, Claude & Co. ist er inzwischen etwas in Verruf geraten.

Fun Fact: Die KI spuckt in der Regel ein Em Dash (weil so breit wie M), also „—“ (auch Geviertstrich genannt) aus, das ist das Pendant im englischsprachigen Raum. Der Gedankenstrich, also “ – “ (auch Halbgeviertstrich) wird primär im deutschsprachigen Raum genutzt und heißt im Englischen übrigens En Dash (weil so breit wie N).

Ich lasse mir den Gedankenstrich übrigens nicht nehmen und setze ihn nach wie vor sehr gerne ein 😊

Das obligatorische Listenformat mit Substanzproblem

„5 Dinge, die erfolgreiche Menschen jeden Morgen tun:

  1. Sie stehen früh auf.
  2. Sie haben eine Routine.
  3. Sie denken positiv.
  4. Sie setzen Prioritäten.
  5. Sie hören nie auf zu lernen.“

Wow, so viel Insights – nicht.

Das lässt sich natürlich beliebig auf weitere Bereiche ausdehnen:

  • Chatbots, die Dinge beantworten, die Du gar nicht gefragt hast.
  • Künstlich generierte Bilder, die ungewollt ein unangenehmes Gefühl heraufbeschwören oder im typischen AI Comicstil sind. Die Zeiten, in denen Hände sechs Finger hatten und Texte aussahen wie ein Augentest sind aber immerhin vorbei.
  • Stock Fotos von zu jugendlichen, zu perfekten Menschen, auch wenn sie einen Artikel über Obdachlosigkeit begleiten.
  • Videos, in denen eine monotone KI-Stimme Wikipediaartikel vorliest, unterlegt mit Minecraft-Szenen.
  • Produktrezensionen, die das Produkt in den höchsten Tönen loben, ohne ein einziges konkretes Detail zu nennen.
  • Kommentare voller generischer Zustimmung: „Toller Beitrag, sehr wertvoll und inspirierend!“
  • Websites, die alle beliebig austauschbar sind. Inzwischen im SAAS-Bereich gerne genommen: Dark Mode, eine geometrische Schrift ohne Charakter, viel BlaBla und keine konkreten Aussagen, …