Im Bereich Cybersicherheit beschreibt Social Engineering keine technischen Angriffe auf Systeme, sondern die gezielte Manipulation von Menschen. Denn das schwächste Glied in der Sicherheitskette ist meistens nicht die Software, sondern der Mensch dahinter.
Statt aufwendig eine Firewall zu überwinden, reicht es oft, eine überzeugende eMail zu schreiben, die vorgibt, von der IT-Abteilung zu stammen, oder jemanden am Telefon so lange unter Druck zu setzen, bis er sein Passwort herausgibt.
Klassische Methoden sind Phishingmails, fingierte Anrufe von vermeintlichen Bankmitarbeiter:innen oder gefälschte Loginseiten, die täuschend echt aussehen.
Karma Farming kann hier ein klassisches Werkzeug des Social Engineering sein: Ein Account, der über Monate harmlose Nostalgie Posts und Katzenfotos geteilt hat, wirkt vertrauenswürdig – und genau das wird ausgenutzt. Plötzlich erscheint in Deinem Feed ein dringender Hilferuf, ein Link zu einer „wichtigen“ Seite oder eine Nachricht, die Dich zur Eingabe Deiner Zugangsdaten bewegt. Du klickst, weil Du dem Account vertraust. Und genau darauf war das Ganze von Anfang an ausgelegt.