Ode an Oddie – mach’s gut, Digga

Vor ein paar Tagen mussten wir unseren Beagle über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Die ist mein persönlicher Abschied und ein Rückblick auf gemeinsame Jahre voller Liebe, Eigenheiten und sandiger Pfoten 💔

Lieber Oddie

Du warst mein treuer Begleiter, Du warst für mich Alltag, Ritual, Schatten, Geräuschkulisse, Chaos, Gesellschaft & Zuhause zugleich – und jetzt fehlst Du sehr.

Ich vermisse Deine samtigen Schlappohren, in die ich mich so gerne hineingekuschelt habe und die beim Laufen immer wild im Wind wehten. Dein tiefes Bellen, wenn Dir etwas nicht passte oder Du dachtest, wir hätten Dein Fressen vergessen – was aus Deiner Sicht immer einer absoluten Vollkatastrophe gleich kam.

Oddie als kleiner Welpe läuft beschwingt auf Kopfsteinpflaster in Richtung Kamera.
2010 – als Welpe bei Deinen Vorbesitzern. Du musst es Faust dick hinter den Ohren gehabt haben.
Rasta und Oddie an der Leine auf einem Feldweg im Sommer.
2018 – als ich Dich kennengelernt habe. Du hast direkt mein Herz erobert.
Oddie mit inzwischen weißer Schnauze blickt zu einer Tasse Milchkaffee hoch.
2026 – eines der letzten Bilder. Ganz schön Weiß bist Du geworden; aber kein bisschen weise.

Dein ständiger Hunger war berüchtigt. Sobald Deine Schwester nur kurz nicht hingeschaut hat, hast Du ihren Napf gleich mitgeleert. Legendär ist auch die Geschichte der gefrorenen Würste, die meine Mutter extra aus Deutschland mitgebracht hatte, die Du in einem unbeobachteten Moment stibitzt und praktisch inhaliert hast.

Ach, ich vermisse, wie Du Dich morgens still & leise ins Schlafzimmer geschlichen hast, um mich mit Deiner feuchten Nase anzustupsen und Dir Deine erste Kuscheleinheit des Tages abzuholen. Wie Du nachts immer im dunklen Flur auf mich gewartet hast, bis ich endlich von der Couch aufgestanden bin, nur um mich noch bis zum Bett zu begleiten, bevor Du Dich auf Dein Kissen im Büro verzogen hast.

Rasta und Oddie sitzen am Strand und schauen hoch in die Kamera.
Partners in Crime
Rasta und Oddie in weiter Ferne am menschenleeren Strand, man sieht ihre Pfotenspuren.
Zusammen den Strand unsicher machen
Ein erschöpfter Oddie und Rasta liegen zusammen auf einem Hundekissen.
Chillen danach

Wie Du Dir immer den sonnigsten Platz gesucht hast, um Dich hinzulegen. Wie Du, obwohl Deine Hüfte Dir später zu schaffen gemacht hat, schlagartig wieder zum Junghund wurdest, sobald ich die Leine in die Hand genommen oder Deinen Fressnapf aufgefüllt habe.

Ich vermisse, wie nur noch Deine weiße Schwanzspitze sichtbar war, während Deine Nase konzentriert jeder Spur im hohen Gras gefolgt ist. Wie Du bei Ebbe am Strand von Secrets begeistert durch jede Pfütze gesprungen bist und wie Du nach Regen jede Schlammpfütze mitgenommen hast – aber freiwillig in die Badewanne zum Sauber machen? Niemals. Dein empörter Blick fehlt mir jetzt.

Oddie steht bellend bei Ebbe auf dem Sand. Dahinter leuchten grün die mit Algen bewachsenen Felsen, die bei Flut unter Wasser liegen.
Eine Deiner Lieblingsbeschäftigungen: Tiefes Bellen
Oddie läuft am Strand durch eine Pfütze und leckt sich die Schnauze.
Und immer rein in die Pfützen
Oddie watet bei Ebbe durch eine Pfütze zwischen den mit Algen gewachsenen Felsen, die jetzt frei liegen.
Du hast den Strand bei Ebbe geliebt

Du konntest auf Kommando Pfötchen geben und Rollen machen, hattest aber gleichzeitig ein bemerkenswert selektives Hörvermögen. Vor allem dann, wenn eine Spur spannender war als mein Rückruf. Aber wenn irgendwo eine Brottüte raschelte – dann warst Du plötzlich wie aus dem Nichts da.

Du hast mich mit Deinem ständigen Rein und Raus während meiner Zoom-Meetings regelmäßig fast in den Wahnsinn getrieben. „Moment kurz, der Hund will wieder rein. Ach nein, doch wieder raus.“ Jetzt fehlt mir selbst das …

Ich vermisse, wie Du Dich immer ans Fußende der Couch gelegt und uns demonstrativ den Rücken zugedreht; aber immer an der Haustür auf uns gewartet hast, sobald wir das Haus verlassen haben. Wie Du brav mit Deinen großen braunen Augen neben dem Tisch gesessen hast in der Hoffnung, dass vielleicht doch etwas für Dich abfällt. Kein Wunder, dass Du auf ganz mysteriöse Weise regelmäßig zugenommen hast, wenn Schwiegermama zu Besuch war.

Britta umarmt Rasta und Oddie am Strand vor roten Felsen.
Eines unserer ersten Fotos zusammen
Rasta und Oddie im Profil am Meer, wie sie konzentriert in die Ferne blicken.
Immer alles im Blick

Im Alter hast Du plötzlich gehörigen Respekt vor Deiner Schwester entwickelt. An ihr vorbei wolltest Du oft nicht mehr gehen – aber Du warst clever genug, mir so lange zu signalisieren, dass Du auf ihr Kissen willst, bis sie wegen der Aufmerksamkeit, die ich Dir geschenkt habe, zu mir kam und Du seelenruhig ihren Platz übernehmen konntest. Du hast mich dank Deiner feinen Nase beim Verstecken spielen immer gefunden, während sie noch völlig kopflos durchs Haus gelaufen ist.

Den Strand entlang Fetzen hast Du geliebt

Du warst clever. Und dickköpfig, unglaublich dickköpfig. Und genau das vermisse ich vielleicht am meisten. Du wolltest oft Deine Ruhe haben – nur um fünf Minuten später doch aufzutauchen und Dich hinter den Ohren kraulen zu lassen.

Oddie, ich bin unendlich dankbar für unsere gemeinsame Zeit. Für die Jahre voller Liebe, langer Spaziergänge, sandiger Pfoten, Deiner Sturheit und der stets eingeforderten Kuscheleinheiten. Und bei aller Traurigkeit bin ich erleichtert, dass es am Ende so schnell ging und Du nicht lange leiden musstest.

Mach’s gut, Digga. Du fehlst unendlich 💔

Rasta und Oddie an der Leine am Strand. Rasta blickt in die Kamera und Oddie schaut dahinter in die Ferne.
Mein Rudel
Über mich
Britta Just lächelt verschmitzt in die Kamera.
Hi, ich bin Britta 🖐️
Hier gewähre ich Dir einen Blick hinter die Kulissen meines All­tags. Authentische Geschich­ten, Learnings und in­spi­rie­rende Momente aus meinem Leben & Business in Portugal.
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