Wie Sichtbarkeit mein Leben verändert hat – und warum Deine Website weit mehr ist als eine digitale Visitenkarte

Warum gute Arbeit allein nicht reicht und wie Sichtbarkeit, Außenwirkung & Deine professionelle Website verändern, wie Menschen Dich & Dein Business wahrnehmen.

Zwischen Unsichtbarkeit, Lampenfieber und der Suche nach einer eigenen Bühne

Zu Schulzeiten hätte ich wirklich alles getan, um bloß nicht im Mittelpunkt zu stehen. Vor Menschen zu sprechen war für mich ungefähr so entspannend wie ein Zahnarzttermin, bei dem auf jeden Fall gebohrt werden muss.

Sobald ich vor Menschen präsentieren musste, wurde meine Stimme höher und höher, meine Hände zitterten und mein Gehirn entschied spontan, die Hälfte meiner akribisch vorbereiteten Inhalte einfach zu vergessen. Dazu dann eine Tonlage, die sich anhörte, als würde ich gleich in Tränen ausbrechen und diese mitleidigen Blicke aus dem Publikum; diese Mischung aus „Ach Gottchen, die Arme“ und „Au weia, lass es schnell vorbei sein“.

Ironischerweise hat mich mein beruflicher Werdegang genau da hingeführt, wo Sichtbarkeit eine zentrale Rolle spielt.

Heute entwickle ich Websites für Selbstständige, Coaches und Unternehmen; ich helfe also Menschen dabei, professionell wahrgenommen zu werden, Vertrauen aufzubauen und online sichtbar zu werden. Und je länger ich diesen Beruf ausübe, desto mehr merke ich: Eigentlich zieht sich das Thema Sichtbarkeit schon durch mein ganzes Leben.

Nicht nur im positiven Sinne, sondern auch durch all die Momente, in denen ich erlebt habe, wie frustrierend es ist, übersehen zu werden. Wie sehr Wahrnehmung darüber entscheidet, wem Kompetenz zugeschrieben wird. Und warum gute Arbeit allein leider nicht immer reicht.

Genau deshalb bin ich auch der festen Überzeugung, dass eine Website nicht einfach nur „nice to have“ ist. Eine gute Website verändert, wie Menschen Dich und Dein Business wahrnehmen. Und manchmal verändert genau das alles.

Die erste Website meines Lebens entstand aus Panik

Meine erste Berührung mit Webdesign hatte ich Ende der 90er während meines Austauschjahres in Flint, Michigan. Dort hatte ich Computer Programming als Schulfach und half später auch beim Aufbau der Schulwebsite mit. Damals war das Internet noch wirklich Neuland und dass mich dieses Thema einmal beruflich begleiten würde, wusste ich damals natürlich noch nicht.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland wählte ich Kunst als Leistungskurs und wurde wieder mit dem Thema Lampenfieber konfrontiert. Teil meiner Abinote war nämlich ein benotetes Referat über „Entartete Kunst“ – Schnappatmung inklusive.

Aber ich hatte Glück: Mein Lehrer war sehr begeistert von diesem neuen „World Wide Web“ und ich wiederum war sehr begeistert von der Idee, auf gar keinen Fall vor der Klasse sprechen zu müssen. Also schlug ich ihm einen Deal vor: Ich würde das Referat als Website programmieren, ihm und den Kurs auf DVDs brennen und müsste davor mich nicht vorne hinstellen, um mein Thema zu präsentieren.

Was als klassisches Referat vermutlich in zwei Wochen erledigt gewesen wäre, artete in drei Monate Zusatzarbeit aus: Ich schleppte unzählige Bücher zum Kunstthema aus der Bibliothek, scannte thematisch passende Bilder der Gemälde und Werke ein, fasste die gelernten Informationen zusammen und schrieb unzählige Texte. Dabei baute ich so viele Querverlinkungen zwischen Künstlern, Werken und Hintergründen wie möglich ein, dass völlig klar war: Dieses Referat konnte unmöglich noch klassisch gehalten werden. Strategisch war ich offenbar schon damals.

Am Ende bekam ich 15 Punkte. Und musste nicht vorne stehen und präsentieren. Sieg auf ganzer Linie (und auch ein erste Zeichen dafür, dass ich lieber einen massiven Umweg in Kauf nehme, statt etwas zu tun, dass sich weit außerhalb meiner Komfortzone befindet 😂).

Rückblickend war das vermutlich das erste Mal, dass ich verstanden habe, wie sehr Gestaltung und Präsentation beeinflussen, wie Inhalte wahrgenommen werden. Die Informationen waren dieselben, aber durch die Form bekamen sie plötzlich ein anderes Gewicht, Struktur und Wirkung. Und vielleicht war das damals auch meine erste eigene Bühne, die ich wirklich kontrollieren konnte.

Was mir die Konzernwelt über Wahrnehmung beigebracht hat

Nach meinem Abitur machte ich ein duales Studium mit Schwerpunkt Marketing bei L’Oréal in Düsseldorf und durchlief währenddessen verschiedenste Bereiche: Marketing, PR, Merchandising, Marktforschung, Mediaplanung, Personalabteilung, Buchhaltung. Später arbeitete ich unter für die Marke Biotherm in der PR-Abteilung und betreute dort die Schauspielerin Alexandra Maria Lara als Markenbotschafterin.

Nach außen klang das alles sehr glamourös. In der Realität bestand ein großer Teil meiner Arbeit allerdings daraus, Presseanfragen zu beantworten, lange Listen mit Presseclippings zu erstellen, Präsentationen und Verlagsreisen vorzubereiten und irgendwie dafür zu sorgen, dass die Dinge liefen.

Was ich in dieser Zeit gelernt habe, begleitet mich bis heute: Gute Arbeit wird nicht automatisch gesehen. Es gab Kolleg:innen, die fachlich brillant waren, sich aber kaum sichtbar machten. Und andere, die hervorragend darin waren, Räume einzunehmen, Menschen zu begeistern und ihre subpare Arbeit einfach gut zu verkaufen.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Kollege, den alle mochten. Charmant, unterhaltsam, großartig auf der Bühne. Arbeitstechnisch eher… sagen wir mal flexibel. Deadlines wurden gerne mal zu kreativen Interpretationsvorschlägen. Aber weil ihn alle mochten, sprangen ständig andere ein, halfen aus und retteten im regelmäßig den Hintern. Später übernahm eine neue Kollegin seinen Bereich. Extrem fleißig, organisiert, zuverlässig und fachlich hervorragend. Sie optimierte Prozesse, arbeitete unermüdlich und brachte ihren Bereich nach vorne.

Und trotzdem hörte man bei Meetings immer wieder Sätze wie: „Ja, sie macht das schon gut. Aber ihr Vorgänger hatte einfach mehr Präsenz.“ „Ja, aber X war ein ganz anderes Level …“ Das war einer dieser Momente, in denen ich verstanden habe: Wahrnehmung schlägt oft Leistung. Nicht immer, aber erschreckend oft.

Und ehrlich gesagt hat mich das damals schon wütend gemacht. Auch weil ich mich darin selbst wiedererkannt habe. Ich war häufig die Person im Hintergrund. Diejenige, die organisierte, strukturierte, auffing und mitdachte. Als ich für meine Diplomarbeit freigestellt wurde, bekam meine direkte Vorgesetzte gleich zwei Praktikantinnen als Unterstützung, um meine Arbeit aufzufangen. Einige Monate nach meiner Rückkehr fiel sie plötzlich aus – und ich machte zusätzlich zu meinem eigenen Job noch monatelang große Teile ihrer Arbeit mit, ohne Unterstützung.

Die Anerkennung dafür kam auch eher spärlich. Als ich einige Zeit später nach einem fast Burnout meine Kündigung einreichte, sagte die Geschäftsführerin damals einen Satz, der mir bis heute im Kopf geblieben ist: „Ich dachte immer, Du weißt nicht, was Du willst. Jetzt merke ich, Du weißt es ganz genau – Du sprichst nur nicht unbedingt darüber.“ Und irgendwie hatte sie recht.

Ich wusste oft sehr genau, was ich konnte. Aber ich hatte (noch) nicht gelernt, das auch sichtbar zu machen.

Warum ich irgendwann aufgehört habe, mich im Hintergrund zu halten

Bei meinen weiteren beruflichen Stationen in Baden-Baden und später bei ghd in Stuttgart, wo ich schließlich die Verantwortung für Marketing und PR in Deutschland, Österreich und der Schweiz übernahm, war ich schlauer: Ich hatte verstanden, dass gute Arbeit allein leider nicht immer reicht. Also begann ich, nicht nur Projekte erfolgreich umzusetzen, sondern auch sichtbar zu machen, welchen Anteil ich daran hatte. Ich lernte, meine Ideen klarer zu kommunizieren, Erfolge nicht kleinzureden und mich nicht automatisch als selbstverständlich im Hintergrund einzuordnen.

Und ja, das zahlte sich aus. Ich bekam mehr Verantwortung übertragen, betreute immer größere Projekte, baute mein Team aus und Prozesse mit auf und kletterte Schritt für Schritt die Karriereleiter hoch. Ich mochte die Dynamik, die Kreativität, die strategische Arbeit und dieses Gefühl, Dinge bewegen zu können. Vor allem liebte ich es, Marken sichtbar zu machen. Ironischerweise fiel es mir immer deutlich leichter, andere Menschen, Produkte und Unternehmen gut aussehen zu lassen, als mich selbst zu promoten.

Aber je erfolgreicher ich beruflich wurde, desto stärker verschmolz mein kompletter Selbstwert irgendwann mit meinem Job. Mein Alltag bestand aus Kampagnen, Meetings, Deadlines, Präsentationen und permanentem Überfliegermodus. Ich funktionierte hervorragend in diesem System. Bis ich mich irgendwann gefragt habe: Wer bleibt eigentlich von mir als Mensch übrig, wenn man den Job einmal komplett aus der Gleichung raus nimmt?

Und genau aus dieser Frage heraus entstand die Idee mit Portugal. Eigentlich wollte ich nur ein sechsmonatiges Sabbatical machen. Ein bisschen runterkommen, Abstand gewinnen und Portugiesisch lernen. Und dabei mehr Zeit am Meer verbringen und mein Surfen verbessern.

Das Problem war nur: Sechs Monate Auszeit waren in meinem damaligen Job nicht vorgesehen. Also kündigte ich und stieg in den Flieger.

Abgetaucht, um mich selbst wiederzufinden

Am Ende wurde daraus sehr viel mehr. Zum ersten Mal hatte ich Abstand. Abstand vom Konzernleben, von Statussymbolen, von endlosen Meetings und auch von der Vorstellung, wie Karriere „eigentlich“ aussehen sollte.

Ich begann, erst meine Auszeit zu genießen und später, als es mich wieder in den Fingern juckte, mit meinem Kopf zu arbeiten, beschloss ich, mich selbstständig zu machen und fortan ortsunabhängig und selbstbestimmt zu arbeiten.

Mehr dazu in meinem Blogbeitrag 2016 bis 2026: Tausche Karriereleiter gegen Selbstbestimmung – 10 Entscheidungen, die mein Leben verändert haben.

Eine meiner ersten Schritte: Meine eigene Website aufsetzen.

Der Stein fängt an zu rollen

Kurz nachdem meine eigene Website online gegangen war, meldete sich eine Bekannte bei mir. Sie hatte bereits einen Webdesigner beauftragt, war mit dem Ergebnis aber unglücklich. Die Website war technisch okay, aber sie fühlte sich nach nichts an. Sie war mehr eine Textwüste ohne Persönlichkeit, ohne Emotion, ohne echtes Vertrauen. Man wusste nach dem Besuch der Seite zwar ungefähr, was sie anbot; aber nicht, warum man ausgerechnet bei ihr kaufen sollte.

Also redesignte ich die Website, eigentlich eher als Freundschaftsdienst. Aber mit der neuen Website durchlief auch sie einer kleinen Transformation. Sie fühlte sich plötzlich selbst professioneller; irgendwie klarer, sichtbarer und auch ernst genommen (wenn das Sinn macht).

Und das war einer der Moment, in dem ich verstanden habe: Menschen kaufen nicht einfach nur Dienstleistungen. Sie kaufen Vertrauen. Sie kaufen Wirkung. Und sie kaufen das Gefühl: „Diese Person weiß, was sie tut.“ Und dieses Gefühl entsteht oft schon, bevor überhaupt ein erstes, persönliches Gespräch stattfindet.

Wie eine professionelle Website dabei hilft

Menschen entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob etwas vertrauenswürdig wirkt. Ob jemand kompetent erscheint, ob Preise nachvollziehbar wirken und ob Professionalität spürbar wird. Und genau deshalb verändert eine Website oft weit mehr als nur die Außenwirkung. Sie verändert häufig auch das eigene Auftreten.

Viele meiner Kund:innen erleben genau das. Sie treten plötzlich klarer auf, kommunizieren selbstbewusster, positionieren sich eindeutiger und ziehen andere Kund:innen an, weil ihre Außenwirkung endlich zu ihrer eigentlichen Kompetenz passt.

Eine gute Website ist deshalb nicht einfach nur eine digitale Visitenkarte für Dein Business, sie ist Deine Bühne. Und im Gegensatz zu Social Media gehört sie Dir tatsächlich selbst 😉 Deshalb meine Frage an Dich: Wie möchtest Du wahrgenommen werden?

Gute Arbeit allein reicht nicht – und das ist nichts Schlechtes

Ich weiß, dass manche Menschen den Gedanken unangenehm finden, dass Sichtbarkeit wichtig ist. Weil es gerne mal nach Selbstdarstellung klingt. Oder sich nach „lauter sein“ und nach Marketingblabla anhört.

Aber Sichtbarkeit bedeutet nicht, Dich künstlich größer zu machen, als Du bist. Es bedeutet, anderen die Möglichkeit zu geben, Deinen Wert überhaupt erkennen zu können. Denn die Wahrheit ist: Die besten Angebote gewinnen nicht automatisch; die sichtbarsten und verständlichsten oft schon.

Meine Kund:innen haben längst verstanden, warum professionelle Außenwirkung wichtig ist. Sie merken selbst, dass ihre Expertise online nicht so sichtbar wird, wie sie es eigentlich verdient hätte. Genau deshalb kommen sie zu mir: Nicht, weil sie „auch mal eine Website brauchen“, sondern weil sie verstanden haben, dass Wahrnehmung Chancen verändert. Ich unterstütze sie dabei als Ideengeberin, Sparringspartnerin und technische Ansprechpartnerin.

Sichtbarkeit ist also kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung

Wenn ich auf meine berufliche und persönliche Entwicklung zurückblicke, dann gibt es keinen einzigen klaren Moment, in dem alles „angefangen“ hat. Es war eher eine Reihe von Erfahrungen, die sich wie kleine Puzzleteile zusammengefügt haben: Die erste Website im Kunstunterricht. Die Erkenntnis, dass gute Arbeit im Konzern nicht automatisch gesehen wird. Die Frustration darüber, wenn andere für Ergebnisse Anerkennung bekommen, die Du mit aufgebaut hast. Und später die Beobachtung, dass sich Menschen, Angebote und ganze Karrieren verändern, sobald die Außenwirkung stimmt.

Menschen sehen nicht automatisch, was Du kannst. Sie sehen das, was Du ihnen zeigst. Sichtbarkeit ist ein Übersetzungsprozess: Du übersetzt Deine Kompetenz in etwas, das andere erkennen können. Und eine Website ist dabei eines der stärksten Werkzeuge, die es gibt.

Wenn Du Deine eigene Sichtbarkeit bewusst gestalten möchtest

Vielleicht hast Du Dich wiedererkannt in dem Gedanken, dass Deine Arbeit eigentlich mehr könnte, als sie gerade zeigt. Oder dass Deine Website nicht wirklich das transportiert, was Du bist und was Du kannst. Oder vielleicht hast Du einfach gemerkt, dass es Zeit ist, Deine Außenwirkung bewusster zu gestalten, statt sie dem Zufall zu überlassen.

Wenn das so ist, dann ist der nächste Schritt kein großes Versprechen und keine Entscheidung fürs Leben, sondern erst einmal ein unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir, in dem wir uns anschauen können, wo Du gerade stehst, wie Du wahrgenommen wirst und ob und wie Deine Website Dich dabei unterstützt oder vielleicht sogar noch ausbremst. Damit das, was Du tust, endlich auch so gesehen wird, wie es gesehen werden sollte.

Hier kannst Du Dir dafür einfach ein unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir buchen.

Über mich
Britta Just lächelt verschmitzt in die Kamera.
Hi, ich bin Britta 🖐️
Hier gewähre ich Dir einen Blick hinter die Kulissen meines All­tags. Authentische Geschich­ten, Learnings und in­spi­rie­rende Momente aus meinem Leben & Business in Portugal.
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