Hilfe, meine Kontaktanfragen verschwinden im Nirwana! Was Du tun kannst, wenn die Mails Deiner Web­site nicht an­kommen

Du hast Probleme bei der Zustellung von WordPress Mails über Dein Kontaktformular? Wie Du das Problem löst und was Du noch für bessere Erreichbarkeit tun kannst.

Neben regelmäßigen Updates und Sicherheitschecks, solltest Du auch immer mal wieder Deine Formulare testen (und alte Daten löschen). Aber was machst Du, wenn es Dir dabei wie einer meiner Teilnehmer:innen geht:

Ich kann mein Formular abschicken, im Backend unter Elementor Submissions (oder auch Übermittlungen) zeigt es mir die neue Nachricht an. Aber sie wird nicht an meine eigene E-Mail gesendet. Ich habe meine Einstellungen überprüft (und sie mit den Einstellungen auf meiner anderen Website, wo es funktioniert, verglichen). Hast du mir einen Tipp, wo ich noch nachprüfen könnte?

Aber klar habe ich da einen oder direkt mehrere Tipps 😊

Probleme bei der Zustellung von WordPress Mails – das schwarze Loch der Kontaktanfragen

Als Webdesignerin kenne ich das Problem: Du hast eine wunderbar gestaltete WordPress Website und ein ansprechendes Kontaktformular und bist bereit, mit Interessierten in Kontakt zu treten … und dann? Funkstille – keine Anfragen, keine Benachrichtigungen, nada, nichts.

Das Gemeine: Du weißt nicht, ob es an nicht vorhandenem Interesse an Deinem Angebot oder einer technischen Hürde liegt. Wenn Du Glück hast, meldet sich die eine Kundin, die Dir eine Anfrage über die Website geschickt hat, und fragt höflich nach, warum Du nicht antwortest.

Der Selbsttest

Deshalb mein erster Tipp: Prüfe Deine Formular regelmäßig, indem Du Dir selbst eine Kontaktanfrage schickst. Wenn diese schon nicht bei Dir selbst ankommt, weißt Du, es gibt ein technisches Problem.

Warum landen Deine Mails im Nirwana?

Die Antwort auf die Frage, woran es hakt, ist oftmals ganz einfach.

Die PHP-Falle: Standardmäßig verschickt WordPress Mails von einer generischen Adresse wie wordpress@deinedomain.de. Klingt harmlos, ist aber oft der Grund für unsere technischen Probleme, denn WordPress versendet dabei in der Regel über PHP, was leider von vielen Hostern blockiert wird, um Spam zu verhindern. Noble Absicht, blöde Konsequenz für Dich.

Die Authentifizierungshürde: Fehlende oder falsche DNS-Einträge (SPF, DKIM, DMARC) lassen Deine Mails wie verdächtige Eindringlinge aussehen. Mailserver werden misstrauisch und werfen sie kurzerhand raus.

Der Spamordner als Endstation: Google, Outlook & Co haben ihre Spamfilter knallhart verschärft. Kommen Deine Mails von einer nicht verifizierten Adresse, landen sie direkt in der digitalen Versenkung.

So löst Du das Problem mit Deiner Mailzustellung

Aber keine Sorge, das ist nicht das Ende 😁 Du kannst folgende Maßnahmen ergreifen, damit die Mails von Deiner WordPress Website zuverlässiger zugestellt werden und nicht im Spamordner landen.

Nutze eine eigene Mail-Adresse als Absender: Verwende eine eigene, professionell eingerichtete Mailadresse (zum Beispiel info@deinedomain.de, support@deinedomain.de, oder …) und gib diese als Absender an. Das kannst Du über einen entsprechenden Eintrag in die funtions.php-Datei machen:

// Funktion, um die Mail_Addresse zu aendern
function wpb_sender_email( $original_email_address ) {
    return 'info@deinedomain.de';
}

// Funktion, um den Absendernamen zu aendern
function wpb_sender_name( $original_email_from ) {
    return 'Info | Deine Website';
}

// Die Funktionen an den WordPress-Filter anschliessen
add_filter( 'wp_mail_from', 'wpb_sender_email' );
add_filter( 'wp_mail_from_name', 'wpb_sender_name' );

Falls Dir das zu fortgeschritten ist, kannst Du das auch in den Einstellungen bereits in der Gratisversion des Plugins Admin and Site Enhancements (den Link findest Du weiter unten) unter Dashboard > Werkzeuge > Enhancements (oder Verbesserungen) > Utilities > Email Delivery machen.

Ansicht der Admin and Site Enhancements Einstellungen im Backend, um über die Absenderangaben Probleme bei der Zustellung von WordPress Mails zu vermeiden.

Prüfe Deine DNS-Einstellungen: Wenn Du eine eigene Mail-Adresse verwendest, stelle sicher, dass die DNS-Einträge (SPF, DKIM, DMARC) bei Deinem Webhosting korrekt gesetzt sind, um die Authentifizierung der Mails zu gewährleisten. Viele Mailserver prüfen anhand dieser Einträge, ob die/der Absender:in berechtigt ist, Mails von der betreffenden Domain zu versenden, um Spam zu verhindern.

Wenn das noch nicht hilft, kannst zusätzlich SMTP nutzen.

Verwende ein SMTP-Plugin: Die Integration eines SMTP-Plugins (wie z.B. WP Mail SMTP) kann helfen, Deine Mails über einen vertrauenswürdigen SMTP-Server zu versenden, was die Authentifizierung verbessert, und die Zustellrate erhöht. Je nach Webhosting (habe ich schon mit All-Inkl erfolgreich genutzt) kannst Du auch Deine eigene angelegte Mail-Adresse entsprechend beim Plugin Admin and Site Enhancements anlegen und auf ein weiteres Plugin verzichten.

Ansicht der Admin and Site Enhancements Einstellungen im Backend, um über die SMTP-Angaben Probleme bei der Zustellung von WordPress Mails zu vermeiden.

Zusätzliche Tipps für die Mailzustellung

Damit Dir im Fall der Fälle keine Anfragen aufgrund eines technischen Problems mit der Zustellung entgehen, kannst Du zusätzlich folgendes machen:

Wenn Du Elementor Pro nutzt, hast Du die Möglichkeit, die Kontaktanfragen im Backend Deiner WordPress Website zu sammeln. Achte darauf, dass die Funktion unter Dashboard > Elementor > Einstellungen > Erweitert > Form Submissions angestellt ist und dann findest Du sie unter Dashboard > Elementor > Submissions.

Wenn Du Elementor nicht nutzt, kannst Du auch das gratis Plugin WP Mail Logging nutzen, dass alle Mails, die von Deiner Website rausgehen, sammelt.

Bonus Tipp 1: Teste Deine Lösung immer gründlich. Schick Dir selbst eine Testnachricht und beobachte genau, was passiert.

Bonus Tipp 2: Achte darauf, dass Du Deine Website Besucher:innen beim Absenden Deines Formulars auf dem Laufenden hältst. Etwa indem Du sie mit begleitender Nachricht (Bsp.: „Das Formular wurde versandt, Du wirst gleich weitergeleitet.“ …) informierst, was passiert.
Sollte es zu einem Fehler kommen und das Formular konnte nicht versandt werden, gib ihnen eine Option, Dir das mitzuteilen („Etwas ist schiefgelaufen. Das Formular ist ungültig, bitte wende Dich an den Admin unter info@deinedomain.de“ …). So wirst Du zügig auf ein technisches Problem aufmerksam und kannst es asap beheben.

Damit keine Kontaktanfrage mehr im digitalen Nirwana verschwinden! 😁

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