24 Türchen, null Ideen? Kein Grund zur Panik: Hier findest Du das perfekte Thema für Deinen Adventskalender – inklusive Beispielen und KI-Prompt als Abkürzung.
Oh Du Fröhliche … Adventskalenderplanung?
Bis Weihnachten ist es eigentlich noch ganz schön lange hin – und trotzdem stehst Du hier, mitten im Herbst, weil plötzlich der Gedanke an einen digitalen Adventskalender fürs Business bei Dir anklopft. Nur: Wie fängst Du so etwas eigentlich an?
Donut worry 🍩 Hier kommen meine Tipps, wie Du im ersten Schritt das Thema für Deinen online Adventskalender findest – das eine Thema, mit dem Du 24 Türchen füllst, Deinen bestehenden Kund:innen eine Freude machst und ganz nebenbei für neue Kontakte sichtbar wirst.
👉 Warum sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt, habe ich Dir übrigens in den Gute Gründe für Deinen online Adventskalender zusammengefasst.
Inhalt
Los geht’s – so findest Du das Thema für Deinen Adventskalender
Nimm Dir als Erstes ein leeres Blatt Papier und einen Stift und beantworte in Ruhe die folgenden Fragen.
Zielgruppe
Wer ist die Zielgruppe Deines Adventskalenders? Wer ist die ideale Kundin, der ideale Kunde, die oder den Du damit beglücken willst? Vor welchen Herausforderungen stehen diese Menschen, und wie hängen diese mit Deinem Angebot zusammen? Stehen sie noch ganz am Anfang oder sind sie schon tiefer im Thema?
Bei mir dreht sich mehr oder weniger alles darum, wie Du Deine Business-Website als 24/7-Marketingmaschine einsetzt. Ich arbeite hauptsächlich mit Soloselbstständigen, die sich einerseits nicht unnötig mit Technik herumschlagen wollen, andererseits aber in der Lage sein möchten, die Inhalte ihrer Website selbst aktuell zu halten. Viele bringen schon einiges an Vorwissen mit, freuen sich aber weiterhin über Impulse, wie sie ihre Website optimieren können.
Ziel
Den Adventskalender machen wir nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern auch, um auf unsere Businessziele einzuzahlen. Also: Was willst Du erreichen? Mehr Sichtbarkeit? Eine stärkere Kund:innenbindung? Neue Kund:innen? Oder direkt Umsatz?
Ein kleiner Spoiler: Mit einem digitalen Adventskalender kannst Du mehrere dieser Ziele gleichzeitig verfolgen – Bindung, Neugewinnung und Sichtbarkeit in einem. Einen kostenpflichtigen Adventskalender empfehle ich Dir allerdings nur, wenn Du bereits eine große Reichweite und eine treue Community aufgebaut hast. Du kannst Deine Inhalte aber auch erst einmal als kostenlosen Adventskalender testen und sie später als Bezahlprodukt anbieten – dann natürlich nicht mehr als Kalender, sondern als Kurs, Bundle oder Sammlung.
Ich nutze meinen Adventskalender, um mich bei bestehenden Kontakten – meinen Kund:innen und meiner Newsletterliste – für die Treue zu bedanken und gleichzeitig für neue Kontakte sichtbar zu werden und sie mit konkreten Tipps anzuwärmen. Die Anmeldung läuft über mein Newslettertool MailerLite, so bleibe ich mit Interessierten auch danach in Kontakt.
Ich bin außerdem eher Team „Geben ist seliger denn Nehmen“ und biete meine Adventskalender für € 0,- an. Damit sich die Arbeit trotzdem langfristig auszahlt, verfolge ich zwei Ansätze: Erstens verwerte ich die Inhalte, die ich für den Kalender produziere, anschließend für Blog und Newsletter weiter.
👉 Alle Beiträge aus der Reihe „Deine Website im Fokus“ (aus meinem Adventskalender 2025)
Und zweitens lassen sich thematisch geschlossene Kalender später zu einem bezahlten Produkt bündeln – zum Beispiel meinen Kalender rund um einen Blog mit Elementor und dem Block Editor aus 2024 plane ich nach der Neuauflage als Selbstlernkurs anzubieten.
👉 Meinen diesjährigen Adventskalender Happy Webvent – 24 clevere Marketinghacks für Deine Website plane ich im neuen Jahr dann wieder als Content für meinen Blog wiederzuverwerten.
Trends
Gibt es aktuelle Trends oder Entwicklungen, die Du als Thema aufgreifen kannst, die zu Deiner Area of Expertise passen oder die Dir einfach am Herzen liegen?
Ich sehe immer wieder, dass viele Selbstständige zwar eine Website haben, aber nur einen Bruchteil ihres Potenzials ausschöpfen. Dabei sind es oft kleine, clevere Kniffe, die aus einer hübschen Onlinevisitenkarte eine echtes Marketingtool machen. Genau da setzt dann mein diesjähriger Kalender an.
Format
Entscheide Dich, in welcher Form Du Deine Türchen bestücken willst. Sollen es Texte, Bilder, Videos, Audiodateien oder interaktive Elemente wie ausfüllbare Workbooks werden?
Mein Pro-Tipp: Mach es Dir nicht zu kompliziert. Schau, was für Dich am einfachsten umzusetzen ist.
Ich setze wieder auf kurze Videos mit knackigen Begleittexten, die ich über meine Website ausspiele.
Ideen für Dein Thema sammeln
Jetzt kommt das Brainstorming. Sammle erst einmal alle Ideen, ganz ohne Einschränkung und Bewertung – das kommt später. Behalte dabei im Hinterkopf, dass Du mit Deinem Thema 24 Türchen füllen willst, und vergiss Deine technischen Möglichkeiten und Deine verfügbare Zeit nicht.
Danach gehst Du Deine Ideen durch und bewertest sie: Passen sie zu Deiner Zielgruppe? Zahlen sie auf Deine Ziele ein? Reicht das Material für einen ganzen Kalender, und schaffst Du die Umsetzung bis Ende November?
Du kannst Dich nicht entscheiden? Dann hol Dir Feedback von Deinen idealen Kund:innen.
In einem Jahr habe ich die Leser:innen meines Newsletters sogar zwischen zwei Themen abstimmen lassen – Blog- oder Accessibility Adventskalender. Gewonnen hat übrigens damals der Blog Adventskalender.
Ausarbeitung
Wenn Dein Thema steht, geht es an die Ausarbeitung. Willst Du einen Aspekt Deines Expertenthemas in die Tiefe beleuchten? Dann können die Türchen logisch aufeinander aufbauen. Oder möchtest Du einen breiten Überblick geben? Dann dürfen die Türchen unabhängig voneinander stehen. Denk auch hier daran, wo Deine Zielgruppe steht – schon mitten im Thema oder ganz am Anfang.
Mein Blog Adventskalender richtete sich zum Beispiel an Selbstständige, die bereits bloggen, aber das Potenzial von Elementor für ihren Blog noch nicht ausschöpfen – nicht an jene, die erst noch vom Sinn eines Blogs überzeugt werden und die Grundlagen lernen müssten. Das Interesse am Thema Barrierefreiheit, das bei der Abstimmung sichtbar wurde, habe ich später für Newsletter und Blog genutzt, um Selbstständigen mit wenig Vorwissen ganz konkrete Tipps für eine barrierefreiere Website zu geben.
Dein Kalender muss übrigens nicht rein praktisch sein. Er darf auch unterhalten – mit einem Blick hinter die Kulissen, mit Inspiration oder kleinen Geschichten. Das entscheidest Du.
Im nächsten Schritt portionierst Du Dein Thema in kleine, appetitliche Häppchen. Achte darauf, dass der Input nicht zu „groß“ wird, denn kaum jemand hat in der Vorweihnachtszeit Lust, eine ganze Stunde in ein einziges Türchen zu investieren. Erstelle am besten einen Contentplan mit einer Übersicht, welchen Inhalt Du an welchem Tag veröffentlichst. Das hilft Dir bei der Organisation und stellt sicher, dass Du genug Material für alle 24 Türchen hast.
Ideenliste zur Inspiration – Adventskalenderthemenideen
Vielleicht ist das passende Thema für Deinen digitalen Adventskalender ja schon dabei:
Ernährungsberaterin
„Genussvoll durch den Advent: 24 Tage gesunde Festtagsalternativen“ – Tipps und Rezepte für gesunde Alternativen zu den traditionellen, oft kalorienreichen Advents- und Weihnachtsspeisen.
Konkretes Beispiel: Zimtsterne neu interpretiert – ein Rezept für glutenfreie, zuckerarme Zimtsterne aus Mandelmehl, begleitet von einem Zeitraffer-Video der Zubereitung.
Marketingmentorin
„Die Kund:innenreise: 24 Stationen für eine nachhaltige Kundenbindung“ – kurze Erklärungen der verschiedenen Phasen der Kund:innenreise und praktische Tipps zur Optimierung.
Konkretes Beispiel: Der Moment der Entscheidung – eine Infografik zu Triggerpunkten, die Kund:innen zum Kauf bewegen, plus Mini-Checkliste zur Optimierung der eigenen Verkaufsseite.
Elterncoach für einen stressfreien, harmonischen Familienalltag
„Ho, ho, ho statt Chaos: 24 Impulse für entspannte Familienmomente“ – tägliche Mini-Impulse und Rituale, die den Familienalltag gerade in der oft hektischen Vorweihnachtszeit entzerren und für mehr Harmonie sorgen.
Konkretes Beispiel: Das Wutwetter zieht auf – ein kurzes Video, das eine einfache Atemübung zeigt, mit der Kinder (und Eltern) einen aufkommenden Trotzanfall gemeinsam wieder beruhigen, dazu eine kleine Anleitung für ein festes Beruhigungsritual.
Künstlerin, die Kunst aus Marmor und Asche kreiert
„24 Schichten – ein Wechselspiel zwischen Intuition und bewusster Entscheidung“ – ein Adventskalender, der mit hinter die Kulissen nimmt und interessante Geschichten aus dem Atelier erzählt.
Konkretes Beispiel: Farben der Erinnerung – ein kurzes Video, das zeigt, wie verschiedene Aschepigmente in Marmor unterschiedliche Farbnuancen erzeugen, dazu eine persönliche Geschichte, wie Farben Erinnerungen wecken.
Coach für Achtsamkeit
„Achtsam stark: 24 Übungen für ein kraftvolles neues Jahr“ – praktische Achtsamkeitsübungen mit Stärkenarbeit für persönliches Wachstum.
Konkretes Beispiel: Dankbarkeit als Stärke – eine 5-minütige Audioguidance zur achtsamen Reflexion über persönliche Stärken, gefolgt von einer Dankbarkeitsübung.
Grafikdesignerin für Personal Branding
„Lass Deine Marke auf allen Kanälen strahlen: 24 Designhacks für Dein neues Branding“ – tägliche Tipps, wie das neue Design auf Website, im Newsletter, auf Workshopunterlagen oder Social Media optimal eingesetzt wird.
Konkretes Beispiel: Dein visuelles Alleinstellungsmerkmal – ein kurzes Videotutorial, wie Du Dein Logo als Wasserzeichen auf Deinen Workshopunterlagen einsetzt.
Hochzeitsplanerin für Paare mit kleinem Budget
„Traumhochzeit für Sparfüchse: 24 Tipps für die perfekte Budget-Hochzeit“ – tägliche Spartipps und DIY-Ideen für eine kostengünstige, aber stilvolle Hochzeit.
Konkretes Beispiel: Blumenzauber zum kleinen Preis – ein Blogpost mit Anleitung zum Selberbinden von Tischdekorationen aus saisonalen Blumen.
Voice Consultant
„Alexa, öffne den Adventskalender: 24 Wege, wie Voice Tech Dein Business revolutioniert“ – tägliche Einblicke in die Anwendungsmöglichkeiten von Voice Technology für Unternehmen.
Konkretes Beispiel: Dein virtueller Assistent – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung eines einfachen Alexa Skills zur Terminvereinbarung.
Psychologin mit Schwerpunkt mentale Gesundheit am Arbeitsplatz
„Mental fit im Büro: 24 Powertipps für ein gesundes Arbeitsklima“ – tägliche Tipps für Unternehmen, wie sie die mentale Gesundheit ihrer Angestellten positiv beeinflussen.
Konkretes Beispiel: Kommunikation ist alles – eine Infografik zu den Grundlagen gewaltfreier Kommunikation im Büroalltag, begleitet von konkreten Praxisbeispielen.
Unternehmensberaterin mit holistischem Ansatz
„Ganzheitlich zum Erfolg: 24 Impulse für ein ausbalanciertes Business“ – tägliche Impulse zur ganzheitlichen Betrachtung und Optimierung des Unternehmens.
Konkretes Beispiel: Yin und Yang im Geschäftsalltag – eine Podcast-Episode über die Balance zwischen Aktion und Reflexion, mit einer praktischen Übung zur Tagesstrukturierung.
Märchenpädagogin und Naturtherapeutin
„Zauberhafte Naturgeschichten: 24 märchenhafte Momente für innere Balance“ – tägliche Übungen in der Natur mit Märchenelementen für Achtsamkeit und Selbstreflexion.
Konkretes Beispiel: Der weise Baum – eine kurze Audiodatei mit geführter Imagination zu einem Gespräch mit einem weisen Baum, gefolgt von Reflexionsfragen.
Anwältin für Schiedsrecht
„Friedliche Feiertage: 24 Einblicke in erfolgreiche Konfliktlösungen im Erbfall“ – tägliche Fallbeispiele und Tipps zur außergerichtlichen Konfliktlösung, wenn die Erbengemeinschaft zum Weihnachtsfest zusammenkommt.
Konkretes Beispiel: Die Kunst des Zuhörens – ein kurzes Video mit Rollenspiel, das die Bedeutung des aktiven Zuhörens in Mediationsgesprächen zeigt.
Modedesignerin für nachhaltige, handgefertigte Mode
„Nachhaltige Fashion-Momente: 24 Inspirationen für Deinen Kleiderschrank“ – tägliche Inspirationen und Styling-Tipps mit Klassikern aus dem Atelier für den Aufbau einer Capsule Wardrobe, also einer minimalistischen Sammlung weniger Kleidungsstücke, die sich vielfältig kombinieren lassen.
Konkretes Beispiel: Vielseitigkeitswunder – ein Video, in dem die Designerin zeigt, wie sich eine klassische weiße Bluse mit wenigen Accessoires für Büro, Date oder Kinoabend stylen lässt. Die Bluse gibt es natürlich auch bei ihr zu kaufen.
Dein KI-Prompt: von der Idee zu 24 Türchen
Du hast den Kopf voller Fragen, aber noch kein klares Thema? Dann lass Dir von der KI beim Sortieren helfen. Kopiere den folgenden Prompt in das KI-Tool Deiner Wahl – zum Beispiel ChatGPT oder Claude – und ersetze die Angaben in den eckigen Klammern durch Deine eigenen:
Du bist mein Marketing-Sparringspartner und hilfst mir, das Thema für meinen digitalen Adventskalender zu finden.
Mein Business: [Was Du anbietest, in ein bis zwei Sätzen]
Meine Zielgruppe: [Wen Du erreichen willst und wo diese Menschen stehen – Anfänger:innen oder Fortgeschrittene]
Die größte Herausforderung meiner Zielgruppe: [Das Problem, das Du löst]
Mein Ziel mit dem Adventskalender: [z. B. Sichtbarkeit, Kund:innenbindung, Newsletterwachstum, Umsatz]
Mein bevorzugtes Format: [z. B. kurze Videos, Texte, Audios, Mini-Übungen]
Mein Zeit- und Technikbudget: [z. B. maximal 30 Minuten pro Türchen, keine aufwendige Technik]
Aufgabe:
1. Schlage mir drei mögliche Leitthemen für einen 24-teiligen Adventskalender vor, jeweils mit einem knackigen Titel und einem Satz, warum das Thema zu meiner Zielgruppe und meinem Ziel passt.
2. Frage mich, welches der drei Themen ich weiterverfolgen möchte.
3. Entwickle für das gewählte Thema 24 konkrete Türchenideen. Achte darauf, dass die Häppchen klein genug sind, um an einem Tag in der Vorweihnachtszeit konsumiert zu werden, und dass sie zu meinem Format und Budget passen.
4. Markiere zwei bis drei Türchen, die sich besonders für einen Blick hinter die Kulissen oder eine persönliche Geschichte eignen.
Ein Tipp dazu: Nimm das Ergebnis als Startpunkt, nicht als fertigen Plan. Streiche, ergänze und sortiere so lange, bis sich der Kalender wirklich nach Dir anfühlt.
Und, Thema gefunden …?
Hast Du das Thema für Deinen online Adventskalender gefunden? Oder möchtest Du mein Feedback zu Deiner Idee? Dann teil es gerne mit mir in den Kommentaren.